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MAISKORN ZUM TELLER: DIE POLENTA, UNSERE SPEZIALITÄT
Es ist kein Zufall, dass die Polenta die Visitenkarte unseres Restaurants
ist:
Ein ethnisches Nahrungsmittel, dass durch einen jahrhundertlangen Konsum
bekannt ist.
Das Lebensmittel, dass vielleicht an ein einfacheres und gesünderes
Leben erinnert: an ein Leben ohne Hast und Eile und mit mehr Achtung für
eine natürliche Welt und Gefühlswelt, an die Freude des Seins,
des Entdeckens und warum nicht, auch an das gemeinsame Essen.
Es findet sich in alten Geschichten
von Jahrtausenden wieder, das berühmte gelbe Mehl. Die Höhlenmenschen
ernährten sich sicherlich mit Getreide, dass zwischen zwei Steinen
grob gemahlen wurde und so auch die Zivilisation des mediterranen Raumes.
Nur durch die Entdeckung Amerikas und somit dem Mais wurden die beiden
Wörter Mais und Polenta unzertrennlich. Die Verbreitung des Anbaus
von Mais in Norditalien hatte zufolge, dass man sich hier jahrhundertlang
von Polenta ernährte. Und auch das Fassatal machte da keine Ausnahme:
Polenta durfte in keiner Küche (ciasa da fech) hierzulande fehlen.
Während der Sommermonate diente alles was der Garten hergab als Beilage,
in den restlichen Monaten die Milch aus dem Stall und die von der Milch
weiterverarbeiteten Produkte wie z. B. der Käse. Nur bei besonderen
Anlässen, wie an Feiertagen, wurde Fleisch serviert. Zu einigen Zeiten
wurde die Polenta verdächtigt ein einseitiges, armes Nahrungsmittel
zu sein, dass nicht im Stande war dem Organismus das zu geben, was er
benötigte. Ein unbegründeter Verdacht: Polenta ist ein höchst
komplettes Nahrungsmittel, dass als Beilage von frischer Bratwurst, Käse,
Bohnen oder Pilzen so wie es unserem Gaumen entspricht, sehr schmackhaft
ist! Aber der wahre Wert der Polenta endet nicht bei den Ernährungswerten
und Kalorien. Der Kupfertopf und der Holzlöffel, das Feuer, das langsame
Kochen und das stetige Umrühren erinnern uns, dass in unserer frenetischen
Gesellschaft, der Essensbrauch wieder seinen festen Platz finden muss.
Sich an den Tisch setzen, soll ein Gefallen für unseren Gaumen sowie
für unseren Geist sein. |
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