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EINE GESCHICHTE: ...unsere geschichte

Es war Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Ein Fassatal, dass man heute nur auf alten schwarz-weiß Fotos und Ansichtskarten sehen kann. Diejenigen, die nicht auswanderten um ihr Glück zu finden, lebten von einer wenig ertragreichen Landwirtschaft, die soeben den Eigenbedarf abdeckte.


Oma Giulia und Opa Franzele auf den Aloch-Wiesen Anfang 1900

So war es auch für Oma Giulia, die in der warmen Jahreszeit mit ihren beiden Kühen von Pozza auf die Almwiesen zog. Noch weit weg von einem wirtschaftlichen, ertragreichen Tourismusdenken, dass heute unser Tal regiert, servierte Oma Giulia mit ihrer Einfachheit und Güte und ihrem von der Zeit gezeichneten, immer lächelnden Gesicht, jedem, der hier hoch kam, ein Glas Milch oder eine schmackhafte Sahne. Das war es, was den Touristen von vor über einem Jahrhundert gefiel: der intensive und unverfälschte Geschmack, begleitet von einer freundschaftlichen und familiären Atmosphäre.
Die Zeiten haben sich geändert, die Gesellschaft und die Menschheit, und doch kann man auf der Malga Aloch noch die Zutaten finden, die sie zu jener Zeit auszeichnete: die zwanglose und herzliche Atmosphäre, dorfnah und gleichzeitig so weit weg, und dann die wohlriechenden Mahlzeiten, alles zu genießen in einem natürlichen Rahmen, dass weltweit nicht seinesgleichen hat: die gigantischen Dolomiten, die von oben auf uns herabschauen und wir, die wir sie mit der Nase nach oben gerichtet, glücklich und bewundernd beobachten. (Oma Giulia und ihre Kühe gibt es nicht mehr, aber wenn du ganz genau zuhörst, scheint es dir ihr herzliches Plappern und die festlich läutenden Kuhglocken noch zu hören).


Malga Aloch gegen die Mitte des 20: Jahrhunderts

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